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Coronavirus-Monitor

Was der Coronavirus-Monitor zeigt

Die Karte zeigt, wie sich das neue Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet hat - mit extra Ansichten für Deutschland, Europa oder der ganzen Welt. Dabei werden die offiziell von den deutschen und internationalen Behörden gemeldeten Fälle als Kreise dargestellt (Bubble Map) - in drei Unterteilungen: bestätigt (rot), genesen (grün) und Todesfälle (schwarz/grau). Je größer der Kreis, desto größer ist die Fallzahl.

Bei den bestätigten Fällen handelt es sich um sämtliche bislang gemeldeten Fälle in dem jeweiligen Land oder Bundesland. In dieser Gesamtzahl sind auch die Infizierten enthalten, die als genesen gelten. Auch die Todesfälle sind in der Darstellung Teil des Gesamtwerts aller bestätigten Fälle.

Infektionen, Todesfälle, Genesene - und Neuinfektionen

Diese Informationen sind zusätzlich in einem Dashboard zusammengefasst. Für Deutschland, Europa und die Welt wird jeweils eine Rangliste (Tabelle) dargestellt und die Entwicklung in einem Diagramm visualisiert. Die Tabelle ist sortierbar nach den drei Fallunterscheidungen ("bestätigt", "genesen", "Todesfälle") und lässt sich umschalten: zwischen absoluten Fallzahlen und Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Es kann zudem gewechselt werden zwischen der Ansicht der "Gesamt-Fallzahlen" bislang und einer Ansicht, die sich auf das Geschehen bei den "Neuinfektionen" fokussiert. Hier wird der Wert der vergangenen sieben Tage ausgeben und die Entwicklung mit Trendsymbolen bewertet: Von "steigend" bis "keine Neuinfektionen". Dabei vergleichen wir den Durchschnitt der letzten sieben Tage mit der Berechnung vom Vortag (gleitendes Mittel).

Das Coronavirus im Zeitverlauf

Zudem lässt sich der zeitliche Verlauf mit einem Regler auch auf der Karte darstellen. Dabei ändern sich auch die Ranglisten für jeden Tag - seit der Ausbreitung des Coronavirus' in Deutschland. Alle dargestellten Werte vergangener Tage sind der letzte Meldungsstand des jeweiligen Tages um 23.59 Uhr (MESZ). In den Daten für die alle Länder weltweit sind auch Korrekturen enthalten, die zu negativen Werten führen können (siehe unten "Minuswerte durch nachtägliche Korrekturen").

Johns Hopkins University als internationale Quelle

Die Datenlage ist weltweit hochdynamisch. So kann es bei den Fallzahlen zu Abweichungen anderer Darstellungen und Meldungen kommen. Grundlage für die internationale Darstellung der Corona-Pandemie ist die Datenerhebung des Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der Johns Hopkins University (JHU). Die Wissenschaftler tragen Daten von internationalen Behörden für sämtliche betroffene Länder zusammen - von WHO, CDC (USA), ECDC (Europa), aber auch von regionalen Quellen.

Im Gegensatz zur JHU weist der Corona-Monitor Überseegebiete von Ländern wie Großbritannien oder den Niederlanden einzeln aus, wodurch es zu kleineren Abweichungen im direkten Zahlenvergleich kommen kann. Für Frankreich enthalten die JHU-Daten derzeit einen Fehler (sie rechnen potentielle, noch nicht offiziell bestätigte Fälle sowie Überseegebiete teilweise doppelt hinzu), weshalb wir hier die offiziellen Zahlen der französischen Behörden verwenden.

Bundesländer und RKI als Hauptquelle für Deutschland

Die Fallzahlen der deutschen Bundesländer und der Kreise basieren auf den offiziellen Meldungen der Landesbehörden (Ministerien sowie für den Infektionsschutz zuständige Landesämter) und den Meldungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), das in Deutschland federführend bei der zentralen Datensammlung zum Coronavirus ist. RKI und Bundesländer veröffentlichen in der Regel jeweils einmal täglich zum gleichen Zeitpunkt diese Werte. Die Differenz zum Gesamtstand wird als „weitere Meldungen“ ausgewiesen.

Für den vorläufigen Gesamtstand in Deutschland werden die Daten mehrmals am Tag mit weiteren Datenständen abgeglichen: mit denen der Johns Hopkins University und den Daten, die das Team des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammen mit der Risklayer GmbH sammelt. Die Differenz zwischen dem Deutschland-Wert und der Summe der Meldestände der Bundesländer wird in der Tabelle als „weitere Meldungen“ ausgewiesen.

Aufgrund der Meldeketten kann es zu Unterschieden und Verzögerungen zu anderen Meldungen kommen - insbesondere zu denen auf lokaler oder Kreisebene. Und die tatsächliche Zahl der aktuell Infizierten liegt deutlich höher: Testergebnisse sind verzögert und es gibt wahrscheinlich große Testlücken. Insbesondere bei Menschen mit schwachen oder kaum ausgeprägten Symptomen dürften Infektionen vorerst unentdeckt bleiben. Zudem ist die Inkubationszeit zu beachten.

Genesene: Schätzungen und Mindestangaben

In der Zahl der Genesenen („genesen“) sind offizielle Schätzungen enthalten, da hier im Gegensatz zu bestätigten Infektionen und Todesfällen keine Meldepflicht besteht. Hier gibt es in Deutschland auch kein einheitliches Vorgehen der Behörden bei der Publikation der Daten. Besonders heterogen ist die Datenlage zu den Genesenen bei den Kreisen und kreisfreien Städten: Einige weisen die Zahl in Einzelmeldungen präzise aus, andere Behörden überhaupt nicht.

Die Genesenen-Zahlen für Deutschland orientieren sich hauptsächlich an den täglichen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Bundesländer veröffentlichen zudem eigene Schätzungen und sammeln Meldungen der Kreise. Auch bei den Genesenen ("genesen") wird der Teil der Fälle, die bisher nicht einem Bundesland zugeordnet werden konnten gesondert ausgewiesen - wiederum als „weitere Meldungen“.

Die Zahl der Genesenen ist nur bedingt international vergleichbar. Einige Länder melden diese nur unregelmäßig - andere wie Großbritannien oder die Niederlande liefern dazu überhaupt keine offiziellen Zahlen. Diese sind in der Tabelle und bei Klick/Tab auf die Karte mit einem Sternchen und mit dem Hinweis "Keine offiziellen Angaben zu Genesenen" gekennzeichnet.

Auch bei regelmäßigen Meldungen ist davon auszugehen, dass die Zahl der Menschen, die tatsächlich eine Infektion überstanden haben, in den meisten Fällen aktuell höher liegt.

Zusatzmodule: Neuinfektionskarte, Reproduktionszahl und Berliner Corona-Ampel

Die Hauptkarte wird durch weitere Karten und zusätzliche Visualisierungen ergänzt. So wird in einer interaktiven Grafik der Verlauf der Reproduktionszahl "R" dargestellt, täglich aktuell auf Grundlage der Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Karte der Neuinfektionen zeigt zudem die vom RKI veröffentlichten Neuinfektionen der letzten sieben Tage absolut und pro 100.000 Einwohner in den Kreisen und kreisfreien Städten. Die Daten liefern die Orientierung für mögliche regionale Lockdowns bei Werten von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dieser Wert gilt als Obergrenze, bei denen vor Ort neue verschärfte Maßnahmen nötig werden.

Für die Bewertung der Lage setzt das Land Berlin eigenes Ampelsystem. Diese Corona-Ampel wird auf Berliner Version der Regionalkarten zusätzlich abgebildet. Die dafür maßgeblichen Werte (Reproduktionszahl, Neuinfektionen und Anteil der für COVID-19-Patienten auf Intensivstationen) veröffentlicht das Land Berlin täglich. Die Regionalkarten mit Informationen zu Kreisen und kreisfreien Städten sind für jedes Bundesland auswählbar - bis auf Hamburg (keine detaillierteren Daten).

Minuswerte durch nachtägliche Korrekturen

In den Daten für die alle Länder weltweit sind auch Korrekturen enthalten, die zu negativen Werten führen können. So hat Spanien am 25. Mai 2020 seine offizielle Zahl der Todesfälle wegen Doppelzählungen massiv nach unten korrigiert (-1918 Fälle). Das führt an diesem Tag zu einem rechnerischen Minus für ganz Europa.

Die britische Regierung veröffentlicht die Meldungen seit dem 3. Juli 2020 nach einer anderen Methodik, um Doppelzählungen zu vermeiden. Aufgrund dieser Änderung wurde die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Fälle für ganz Großbritannien um 30.302 nach unten korrigiert. Dadurch ist die Zahl der Neuinfektionen für ganz Europa an diesem Tag im Minus.

Auch Schweden musste bereits massive Korrekturen vornehmen: Am 27. August 2020 wurde die Zahl der Infizierten um ca. 3700 Fälle nach unten berichtigt. Als Grund gab die schwedische Behörde für öffentliche Gesundheit fehlerhafte Testkists an, die in zwei Großlaboren verwendet worden waren. Diese hätten zu falschen Positiv-Bescheiden geführt.

Liste der offiziellen Quellen für Deutschland

Von folgenden Landesbehörden erhalten wir zusätzlich regelmäßig Fallzahlen oder fragen diese ab:

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